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Kapstadt – ein Paradies für digitale Nomaden?

Kapstadt – Anreise und Planung aus Sicht der Nomaden

Martin und ich haben die letzten zehn Tage im wunderschönen Kapstadt verbracht und uns dabei die Stadt natürlich auch aus der Nomadenbrille angeschaut.

Mitten in der Nacht ging es los von Colombo nach Johannesburg. Wir hatten riesen Glück mit einem tollen 2-für-1 Angebot der Qatar Airways, die diese so ca. viermal im Jahr haben und konnten somit für lächerliche 670,-€/Person BUSINESS nach Johannesburg fliegen. Von dort ein kurzer Trip mit einem Billigflieger und schon waren wir im wunderschönen Kapstadt. In Johannesburg haben wir uns am Flughafen SIM-Karten von Vodacom besorgt, nicht ganz billig mit 25,- EUR für 1 GB Datenvolumen, aber wir haben auch nicht wirklich andere Angebote verglichen. Toll war, dass die Karten sofort gingen und wir ganz fix online waren.

In Kapstadt haben wir unseren günstigen Mietwagen (mit Automatik 😉 ) abgeholt. Für die ganze Zeit hat das Auto nur 160,- EUR gekostet – ein tolles Schnäppchen über Happycar, die immer wieder fantastische Angebote haben und tolle Filtereinstellungen bieten.

Untergekommen sind wir einem schönen Loft-Apartment im bunten Stadtteil Bo Kaap, uns hat es dort super gefallen.

Bo Kaap in Kapstadt

Bo Kaap in Kapstadt

Kapstadt – Ein Ort zum Leben?

Kapstadt lieg am südwestlichen Zipfel Afrikas am Atlantik, der die meiste Zeit ziemlich kalt ist, aber unglaublich spannendes Meeresleben zu bieten hat. Umgeben ist Kapstadt von atemberaubenden Gebirgen und Tälern voller Weinstöcke. Die Strände sind wunderschön, pudrig weiß und das Wasser traumhaft blau. Kapstadt hat gemäßigtes ozeanisches Klima mit ziemlich unangenehmen Wintern von Juni bis Oktober und wunderschönen Sommern ab Dezember bis März. Als wir da waren, hatten wir strahlendblauen Himmel bei schönen 26°C, abends war dann schon eher ein Pullover nötig, aber es waren immer noch so 16-18°C. Es kann allerdings ganz schön windig werden.

Weingüter um Kapstadt

Weingüter um Kapstadt

Jetzt aber zum wichtigsten Punkt: Ist Kapstadt etwas für Digitalnomaden? Aus unserer Sicht ein klares Ja! Nachdem früher der öffentliche Zugang zum Internet wohl ein Problem war, können wir berichten, dass fast überall in der Stadt mehr oder weniger schnelles WLan verfügbar ist. Es gibt Unmengen an Cafés mit kostenloser (aber langsamer!) WLan-Verbindung und auch einige Co-Working-Plätze mit Glasfaseranbindung.  In unserem AirBnB ließ das Internet etwas zu wünschen übrig, wäre ich länger da, würde ich vermutlich vorab anfragen, wie schnell die Verbindung ist. Bemerkenswert ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen Abrufen auf südafrikanischen Servern und internationalen Servern. Südafrikas internationale Kabelverbindung scheint eher überholungsbedürftig und war teilweise extrem langsam.

Ein großer Pluspunkt für Kapstadt aus unserer Sicht waren die Kosten. Mietwägen, Sprit und Ubers sind aus deutscher Sicht recht günstig (für eine ca. 15-minütige Uber-Fahrt zahlten wir meist zwischen 1,50€ und 1,80€, Mietwagen siehe oben und Sprit kommt auf ca. 7 cent/Kilometer). Kapstadt hat viele geniale Dinge völlig kostenlos zu bieten. Man kann wandern, radfahren, schlendern, im Meer baden (kalt!), generell wirkt die Stadt sehr naturverbunden. Mit kleinem Budget kann man großartig in den hunderten Cafés und Restaurants der Stadt speisen. Aber Achtung: Die Preise enthalten keinen Service und mind. 10% werden überall erwartet.

Die Menschen in Kapstadt

Kapstäder sind sehr relaxte Leute, wirken kulturbegeistert und experimentierfreudig, was das Essen angeht. Außerdem sind sie tolerant und weltoffen, es scheint viele gay-friendly Orte zu geben. Die ganze Stadt versprüht einen angenehmen Hipster-Vibe, welcher aber dadurch positiv ergänzt wird, dass die Kapstädter absolute Outdoor-Enthusiasten zu sein scheinen. Von Kapstadt aus bieten sich unzählige Aktivitäten an: Tauchen, Surfen, Paragliden, Wandern, Weintouren, Mountainbiking, Kayaking und und und. Das Schöne dabei ist, dass es eben meistens Südafrikaner sind, die diese Möglichkeiten wahrnehmen, sodass man nicht das Gefühl hat, nur einer unter vielen Touris zu sein.

Kapstatdt vom Hubschrauber

Kapstatdt vom Hubschrauber

Wenn man über Südafrika im Allgemeinen und Kapstadt im Besonderen spricht, kommt natürlich auch immer der Sicherheitsaspekt zur Sprache. Ja, es fühlt sich unsicherer an, als beispielsweise Südostasien, aber auch nicht viel unsicherer als Großstädte wie Berlin oder Köln. Eine gesundes Maß an Vorsicht ist geboten. Man wedelt halt nicht mit seinen Geldscheinen auf offener Straße herum oder trägt die Kronjuwelen spazieren. Wir hatten als besondere Vorsichtsmaßnahme immer ein Fake-Portemonnaie neben unserer echten Geldbörse. Darin waren ein paar abgelaufene Kreditkarten und ein klein wenig Geld. Im Falle eines Überfalles hätte wir dann diese Geldbörse rausgegeben, denn eines muss einem bewusst sein: Kämpfen lohnt sich in so einem Fall einfach nicht. Lieber kooperieren. Es ist überaus viel private Security auf den Straßen, Polizei sieht man hingegen kaum. Als Digitalnomade mit Laptop aus einem Café kommend würde ich wahrscheinlich eher direkt ins Uber steigen, als vorher mit meinem Laptop rumzulaufen.

Unser Fazit zu Kapstadt – Lohnt es sich für digitale Nomaden?

Wir könnten es uns gut vorstellen, hier einige Zeit zu verbringen. Wohl eher im Sommer als im Winter, in denen es ziemlich ungemütlich werden kann. In Südafrika erhalten Deutsche ein Touristenvisum für drei Monate, welches einmalig um weitere drei Monate verlängert werden kann.  Nach einer Aus- und Wiedereinreise kann man eine neue Visumperiode beginnen – Borderhopping ist also möglich.

Habt ihr Fragen oder Feedback zum Digital Nomading in Kapstadt? Könntet ihr euch vorstellen, dort eine Weile eure Zelte aufzuschlagen? Oder lest doch in unseren anderen Reiseberichten über weitere Städte oder Länder.

Südafrika und Kapstadt bei Wikitravel und Wikipedia.

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