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Bomarzo – ein grandioser Wochenendausflug

Bomarzo - ein grandioser Wochenendausflug

Die Stadt Bomarzo aus der Luft

Auf nach Bomarzo – Ein Roadtrip

Jeder, der schon einmal in Rom war, weiß, dass es eine wunderschöne Stadt ist. Es gibt eigentlich an jeder Ecke etwas zu bestaunen. Man fühlt sich wie in einem riesigen Museum durch die zahlreichen Ruinen und alten architektonischen Meisterwerke.

Jeder, der in Rom lebt, weiß aber auch, dass die Stadt nach einigen Wochen am Stück einfach unfassbar anstrengend sein kann. Es ist laut, der Verkehr ist chaotisch, manchmal funktioniert einfach gar nichts.

Raus aus Rom – easy mit dem Mietwagen

Umso wichtiger ist es, sich die Lage in Italien zunutze zu machen und auch einmal rauszufahren. So haben wir ein Wochenende genutzt, um für eine Nacht nach Bomarzo zu fahren.

Bomarzo liegt ca. 85 Kilometer nördlich von Rom und ist mit dem Auto super einfach zu erreichen. Martin hat uns über HappyCar ein tolles Cabrio gemietet, mit dem wir auf dem Hinweg über die Autobahn nach Bomarzo gefahren sind.

Die Autoanmietung in Italien ist mit EU-Führerschein absolut unkompliziert und recht preiswert. Ein Kleinwagen mit Gangschaltung ist schon ab ca. 15€ pro Tag am Wochenende zu haben. Wir vergleichen Mietwagenpreise am liebsten mit HappyCar* und haben damit bisher in jedem Land die besten Deals geschossen.

Wir können euch aber nur raten, nicht unbedingt zu Stoßzeiten (z. B. Samstagvormittags) anzumieten, denn dann kann es passieren, dass ihr ewig anstehen müsst.

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Idyllische Strecken nördlich von Rom

Italiens Autobahnen sind in recht gutem Zustand, was vermutlich an der Maut liegt, welche zu zahlen ist. Die Maut von Rom nach Orte, wo wir abgefahren sind, betrug 4,40€ – ein recht fairer Preis. Unterwegs gibt es immer wieder Raststätten, sogenannte Autogrills. An so einem haben wir für einen kleinen Snack angehalten. Die Preise dort sind, wie auch an deutschen Autobahnraststätten, ziemlich gesalzen.

Frisch gestärkt ging es ab Orte mit offenem Verdeck über die Landstraße ab nach Bomarzo. In dieser nördlich von Rom gelegenen Region liegen viele alte Dörfchen sehr idyllisch auf Felshügeln. Sie geben so schon auf der Fahrt richtig tolle Fotomotive ab. So auch Bomarzo, welches bei der Einfahrt ins Dorf einfach schon ein tolles mittelalterliches Flair verströmte.

Ankunft in Bomarzo

Am späten Nachmittag kamen wir in unserer Unterkunft, dem Casa del Sole an (Weitere Hotels in Bomarzo*). Eine süße kleine Pension mit nur wenigen Zimmern erwartete uns. Wir waren die einzigen Gäste und konnten sofort unser Dreierzimmer mit Talblick vom Balkon beziehen. Das Bad war über den Gang, aber da wir alleine waren, störte das überhaupt nicht.

Unsere Gastgeberin war wahnsinnig herzlich und wir fühlten uns sehr willkommen. Mit einem Mix aus Englisch und Italienisch einigten wir uns auf das Frühstück am nächsten Morgen und dann ging es für uns auch schon los zum Stadtspaziergang.

Mittelalterliches Flair und ein toller Sonnenuntergang

Bomarzo ist mit seinen 1800 Einwohner ein sehr übersichtliches Dörfchen, die Atmosphäre dort ist aber einfach unbeschreiblich schön. Man fühlt sich in den mittelalterlichen verwinkelten Gässchen total aus der Zeit gefallen. Das Entdecken macht Spaß und ist auch etwas für Kinder, wenn man es aufregend gestaltet. Außerdem gibt es einen kleinen Spielplatz, auf dem man gut Pause machen kann.

Bomarzo ist auf einem Tuffhügel erbaut und dementsprechend geht es viel auf und ab in den Gassen. Sehr hilfreich ist das der Ascensiore Urbano – der städtische Fahrstuhl. Mit diesem kann man mühelos auf eine höhere Ebene der Stadt fahren, auf welcher auch der Dom und der Palazzo liegen. Beide Gebäude sind sehenswert. Von der Südwestterasse des Palazzo hat man einen traumhaften Ausblick zum Sonnenuntergang.

Wir hatten das Glück in der goldenen Stunde kurz vor dem Sonnenuntergang durch Bomarzo zu wandeln. Das goldene Licht, in welches die kleinen Gässchen getaucht werden, gibt dem ganzen eine ganz tolle Atmosphäre.

Eingeschränkte Restaurantauswahl in Bomarzo

Bomarzo ist ein kleines Dorf, in dem unserem Eindruck nach hauptsächlich alte Leute leben. Um abends etwas zu essen zu finden, benötigt man auf jeden Fall ein Auto. Selbst dann ist die Restaurantauswahl recht eingeschränkt. Wir waren aber voll zufrieden mit unserem Abendessen im Piccolo Mondo im Nachbarort. Dort gab es bodenständige italienische Hausmannskost und einen halben Liter guten Hauswein.

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Drohnenflug und der Park der Monster

Am nächsten Tag nutzten wir den Morgen um Martins neues Lieblingsspielzeug, seine Drohne, auszuprobieren. Über den Dächern der alten Stadt haben wir ein paar tolle Aufnahmen geschossen, während im Tal noch der Nebel waberte.

Danach machten wir uns auf zur Hauptattraktion Bomarzos – dem Parco dei Mostri, übersetzt Park der Monster. Hier läuft man durch einen waldähnlichen Park, in dem sich allerhand bizarre Skulpturen und Monumente verstecken. Diese wurden im 16. Jahrhundert von einem Adligen der Region angelegt und es gibt wohl keine vergleichbare Anlage dieser Art in Italien. Die über 30 Skulpturen und Bauwerke sind echt beeindruckend, vor allem wenn man sich vor Augen führt, in welcher Zeit sie erstellt wurden. Riesige Stauen z. B. von Neptun oder einem Elefanten mussten von Hand gehauen werden und wirken trotzdem lebensecht und detailgetreu.

Der Park bietet einen wunderschönen Spaziergang und dank der außergewöhnlichen Skulpturen wird es auch kleineren Kindern dabei sicher nicht langweilig. Wir haben uns jedenfalls sehr gut amüsiert, einzig die Menschenmassen waren ein bisschen störend. Wir würden jedem empfehlen, unter der Woche in den Park zu gehen. Die Atmosphäre ist sicher noch tausendmal besser, wenn man alles für sich alleine hat.

Im Eintrittshäuschen für den Park gibt es eine kleine Kantine, wo man sich nach dem Besuch stärken kann. Zwar nicht ganz billig für eher mittelmäßiges Essen, aber für uns war es praktisch, denn dann konnte der Roadtrip weitergehen.

Zurück entlang der italienischen Küste

Auf dem Rückweg haben wir die Autobahn gemieden und sind stattdessen mit offenem Verdeck entlang der Küste zurück nach Rom gefahren. Dabei haben wir eine kurze Kaffeepause in Civitavecchia eingelegt, welches für seinen großen Kreuzfahrtschiffhafen bekannt ist.

Als wir unter der italienischen Sonne mit offenem Cabrio an der Küste entlang gefahren sind, haben wir uns vorgenommen, auf jeden Fall bald wieder so einen Ausflug zu machen. Der Erholungsfaktor war angesichts der kurzen Aufenthaltszeit schon echt erstaunlich.

Wir können einen Ausflug nach Bomarzo jedem empfehlen, der sich ein wenig länger in Rom aufhält. Denn es ist nicht so touristisch überlaufen wie zum Beispiel Pompeji, und hat dafür einzigartige Eindrücke zu bieten.

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Bomarzo

Anreise:

Mit dem Auto von Rom geht es am schnellsten über die Autobahn E35 (mautpflichtig). Wir empfehlen, bei Orte abzufahren und den kurzen Rest die Landstraße zu nehmen, um die Landschaft genießen zu können. Wer mehr Zeit hat, reist über die Landstraße SR2 über Viterbo an.

Mietwagenempfehlung: HappyCar*

Unterkunft:

Es gibt nicht viele Unterkünfte in Bomarzo selbst. Gut gelegen und bodenständig ist das Casa del Sole (60€ pro Zimmer und Nacht mit Frühstück). In den umliegenden Dörfern gibt es auch etwas höherklassige Optionen.

Unterkunftsempfehlung: Weitere Hotels in Bomarzo*

Kosten:

Nach Bomarzo kommt man am besten mit dem Mietwagen. Selbst mit Übernachtung könnte man es mit einer 24-Stunden-Miete schaffen, muss sich dann auf dem Rückweg aber beeilen. Kosten für Unterkunft siehe oben. Für Essen und Getränke sollte man mit ca. 20€ pro Person und Mahlzeit rechnen. Der Eintritt in den Park kostet 10,-€ pro Person. Insgesamt lässt sich ein Wochenende für zwei Personen inkl. Mietwagen, Unterkunft und Essen für unter 200,-€ bewerkstelligen.

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