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Tag 06 – Wine Strand und das Meer

Wine Strand

Schöner Strand – Der Wine Strand am Dingle Wanderweg

Ab zum Wine Strand

Bevor es für uns jedoch zum Wine Strand gehen sollte, mussten wir erst das Frühstück im Ceann Sibeal Hotel hinter uns bringen.

Neben Lachs mit Rührei (Yay!) gabe es dann auch das schlechteste Frühstück auf der gesamten Reise. Der Orangensaft war bereits am Gären – Ja, wirklich! Es bildete sich Kohlensäure und ein entsprechender Geschmack. Was ein typisches Nebenprodukt bei der Gärung ist. Die Weinherstellung ist eines meiner Hobbies, aber das gehört hier nicht rein.

Der angebotene Käse war bereits etwas zu hart und der Joghurt am Mindesthaltbarkeitsdatum. Wir haben definitiv bereits besser gegessen, aber in Irland nie schlechter. Was schade ist, denn das Hotel war ansonsten sehr nett.

Wir hatten letztendlich richtig Glück, denn wir hatten auch überlegt, den Abend davor im Hotel Pub zu essen…

Auf nach Feohanagh

Auf jeden Fall haben wir es irgendwie überlebt und der Weg zum Old Pier Guest House war mit knappen 11 km auch schnell machbar. Mal wieder packten wir unsere Trekkingrucksäcke und machten uns auf den Weg.

Erstaunlicherweise haben wir weniger Fotos als sonst gemacht, obwohl die Strecke schön anzusehen war. Der Dingle Wanderweg hat sich hier noch einmal von einer sehr anderen Sorte gezeigt.

Bei ziemlich rauem Wetter gingen wir den ganzen Tag an der Küste am Strand entlang. Zwar ersparten wir uns dadurch die Straße mit vorbeifahrenden Bussen und LKW und aber andererseits war das Laufen im Sand ziemlich erschöpfend.

Der Sand des Wine Strand

Nachdem wir dem Schild zum Wine Strand folgten passierten wir eine kleine Ortschaft mit einer Gated Community und kamen an den Strand. Dort mussten wir dann etwas improvisieren. Auf unserer gesamten Reise in Kerry haben wir den Dingle Wanderweg immer wieder verloren (und wieder gefunden) und so war es auch dieses Mal.

Vermutlich hätten wir einfach ein oder zwei Straßen früher abbiegen müssen, aber nicht immer sind die Wegmarkierungen zu sehen. Wir mussten also an der Außenmauer der Gated Community entlang laufen und dann eine kleine Böschung hinunter klettern. In den USA mit all ihren Waffenliebhabern hätten wir das vermutlich nicht gemacht. 😉

Dann ging es gute zwei Stunden direkt am Strand entlang. Der Wind blies uns die gesamte Zeit kräftig ins Gesicht, was zur Folge hatte, dass ebenfalls der Sand anflog. Ich hatte mir extra ein Schlauchhalstuch* gekauft und das war letztendlich eine gute Entscheidung. Auf den Fotos seht ihr, wie ich mich damit eingehüllt habe. Trotzdem kroch der Sand in alle Ritzen.

Schöner Strand! Aber irgendwann reicht es.

So sehr das Wetter uns auch nervte, so schön war es mit dem rauen Wetter an der Küste entlang zu laufen. Immer wieder hielten wir inne und machten ein paar Fotos, aber am Ende reichte es uns doch und wir waren froh, den Wine Strand hinter uns zu lassen.

Eine Rast blieb uns dieses Mal leider verwehrt, da alle Restaurants und Pubs auf dem Weg geschlossen waren. Ohne Mittagessen liefen wir also weiter, bis wir endlich an unserer Unterkunft ankamen.

The Old Pier Guest Accomodation

Der Weg wurde durch den Gegenwind mit jedem Schritt anstrengender und ich machte drei Kreuze endlich anzukommen. Tina war da erstaunlicherweise total entspannt.

Wir waren die einzigen Gäste und bekamen das beste Zimmer im Haus. Ein Zimmer mit perfekter Aussicht auf den Sonnenuntergang und das Meer. Aus unserem AirBnB in Dublin hatten wir noch zwei kleine Flaschen Prosecco (ein Willkommensgeschenk) und diese trug ich nun schon seit Tagen mit mir herum.

Heute Abend war dann die Gelegenheit anzustoßen und meine Tragelast zu reduzieren. Wir machten es uns also am Fenster gemütlich und tranken die beiden kleinen Flaschen aus.

Früher gab es im B&B auch ein Restaurant, aber mittlerweile ist dies geschlossen. Der Arbeitsaufwand war dem Besitzerehepaar zu hoch. Für die Gäste wird jedoch immer noch gekocht und so bekamen wir eine riesige Portion Fish ’n Chips. Unmöglich die Teller zu leeren zogen wir uns noch einmal um, denn um die Ecke sollte es einen Pub geben.

Der letzte Weg des Tages

Wir gingen also los um unser wohlverdientes Guinness einzusammeln. Wenn ich die Artikel so lese, könnte man meinen, wir haben ein Alkoholproblem oder einen Werbevertrag mit der Guinness Brauerei. Ersteres zum Glück nicht, Zweiteres leider nicht.

An diesem Abend konnte man gut sehen und verstehen, dass ein irischer Pub eben nicht nur eine Kneipe ist, sondern auch ein Platz für die Familie. Es saß neben älteren Männern auch eine Familie an den Tischen. Kinder spielten im Pub und Jugendliche kamen, um ein wenig Billard zu spielen. Alle waren total entspannt und scherzten miteinander. Es war interessant zu sehen, wie schnell die Leute ins Gespräch kommen und wie normal im ländlichen Irland die Geselligkeit im Dorf-Pub ist.

Ab nach Hause und ins Bettchen

Wie die Abende davor, sollte es auch dieses Mal nicht anders sein: Wir waren erschöpft und machten uns nach einem Guinness bereits auf den Rückweg in unser B&B. Dort quatschen wir noch eine Weile und genossen die wirklich gute Aussicht.

Morgen sollte dann die letzte entspannte Etappe des Dingle Way vor uns liegen. Neben vielen Schafen musste ich mich quasi einer spontanen Mutprobe unterziehen. Also bleibt gespannt und freut euch auf den siebten Tag der Dingle Way Wanderung.

Alle Artikel zu unserem Irland Wanderurlaub

 

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