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The Design Collective – der neue It-Store in Colombo

The Design Collective

Tina im The Design Collective

Der neue In-Shop Colombos „The Design Collective“ (Facebook) hat eine große Eröffnungsparty für Expats, Blogger und die hippe Elite Colombos geschmissen. Ein Artikel darüber wurde seitens des Geschäfts aber nicht erwartet oder gefordert. Zwar war eine Einladung angesichts der Menschenmassen dort kaum ein Privileg, dennoch nochmal der Hinweis: WERBUNG bzw. ANZEIGE.

The Design Collective – die neue Shopping-Option in Colombo

Was Shopping-Optionen angeht, muss Colombo sich noch einiges von anderen asiatischen Städten abschneiden. Überall, selbst in Delhi, kann man mittlerweile richtig gut shoppen. Und dabei meine ich nicht nur die importierten Allerwelts-Klamotten der üblichen internationalen Marken. Vielmehr denke ich an lokale Designer, die traditionelle Kleidung mit modernen Elementen verbinden. Schlechter als in Colombo habe ich die Shopping-Szene eigentlich nur in Kathmandu erlebt. Aber da gab es zumindest an jeder Ecke Stoffgeschäfte und richtig gute Schneider, die einem für kleines Geld auch mal eben ein Gucci-Kleid nachgeschneidert haben.

Daher habe ich mich riesig gefreut, als ich von der Eröffnung von The Design Collective gehört habe. Zwei ambitionierte junge Geschäftsfrauen haben sich vorgenommen, lokale sri-lankische Designer in einem hippen Space unter ein Dach zu bringen und sie dort ihre Kollektionen verkaufen zu lassen.

Noch viel mehr habe ich mich gefreut, als mir über eine Bekannte eine Einladung zur großen Eröffnungs-Party zugekommen ist.  Drinks und Canapées klangen vielversprechend und die Fashion Show, die dort stattfinden sollte natürlich auch. Also nichts wie hin.

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Menschenmassen in einem coolen Konzept-Store

Am Einlass hat eine wichtig aussehende Dame mit einem Clip-Board die Namen der Gäste abgefragt. Danach wurde man sogleich zur Foto-Opportunity gelotst. Dort bellten einem die Fotografen Befehle zum Posen zu. Man konnte sich so nur zu gut vorstellen, wie hart das Modelbusiness eigentlich sein muss. Meine Begleitung hat dann gleich mal auf die Notwendigkeit von „Please and thank you“ hingewiesen.

In einem großen Raum, in dem später auch die Modenschau stattfinden sollte, konnte man sich erst mal entscheiden, ob man lieber links zur Fashion oder rechts zu den Möbeln gehen wollte. Wir entschieden uns für die Fashion. Das Konzept von The Design Collective ist echt cool. Es gibt viele kleine, helle Räume, in denen die jeweiligen Designer ihre Stücke ausstellen. Auch die Durchgangsräume werden genutzt und immer wechselnden Designern als Ausstellungsraum zur Verfügung gestellt.

Leider war die Party so dermaßen überfüllt, dass man nicht wirklich lange zum Anschauen an die Kleidung herangekommen ist. Daher habe ich irgendwann beschlossen, mich auf die eher exzentrischen Stücke zu konzentrieren, bei denen weniger Andrang war. Für die tragbare Mode muss ich dann wohl ein anderes Mal wieder kommen.

Auch Möbel kann man hier kaufen

Nachdem ich auf alles mal einen kurzen Blick erhaschen konnte und viele quirky bis untragbare Kleidungsstücke sowie abgefahrenen Schmuck und Dekorationsutensilien bewundert habe, ging es dann in den Möbelteil. Streng genommen ist dies ein anderes Geschäft, aber gehört wohl den Eltern einer der Inhaberinnen von The Design Collective.  Es war eines der schönsten, interessantesten und wohl konzipiertesten Möbelgeschäfte, die mir in Colombo bisher untergekommen sind. Die Möbel waren jedoch meist wie man vor allem an den Preisen sehen konnte importiert. Ein bisschen schade, weil dies den lokalen Touch aus dem ganzen Geschäftskonzept nimmt.

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Kein Sekt aber eine Modenschau

Die Häppchen und die Drinks haben sich übrigens als ziemliche Luftnummer erwiesen. Es gab Eistee aus Sektgläsern und die Häppchen hat man mal von weitem gesehen, aber sie wären eh viel zu wenig für die vielen Leute gewesen.

Aber wir waren ja hauptsächlich für die Mode hier, also vergaßen wir unseren Häppchenhunger und Sektdurst und fokussierten uns auf die Modenschau, die sogleich anfangen sollte. Jedem Designer von The Design Collective wurde die Möglichkeit gegeben, ein Stück seiner Kollektion vorzustellen. So wie ich es verstanden habe, waren alle Designer Frauen. Außerdem hatten offenbar alle zum Ziel, mit ihrer Kollektion die Stärke der Frau zu repräsentieren. Dass es dafür überaus unterschiedliche Ansätze gab, seht ihr an den Bildern.

The Design Collective ist einen Besuch wert

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich es klasse finde, dass Colombo endlich einen Ort hat, an dem man lokale Designerstücke ansehen, anprobieren und kaufen kann. Davor war dies für viele der Designer nur über Online-Shops möglich. Die Atmosphäre dort war durch die offenen hellen Räume und das minimale Design genau richtig für den Zweck.  Ich muss allerdings an einem ruhigeren Tag wieder zurück und mir die Kleidung mal genauer ansehen und vielleicht auch einmal das ein oder andere Stück anprobieren, um mir zur Tragbarkeit eine Meinung zu bilden.

Das schöne an Sri Lankas „Haute Couture“ ist, dass sie immer noch absolut bezahlbar ist. Außerdem sind die Designer sehr nett und ansprechbar, wie ich auf der Party bei einigen Gesprächen mitbekommen habe. Es ist toll, dass The Design Collective einen Ort bietet, an dem man kein Made in China Zeugs findet. Hier unterstützt man lokale Macher mit Drive und Ideen.

Ich hoffe, dass The Design Collective sich schnell einen Namen in Tripadvisor macht, damit auch Touristen dort einmal reinschnuppern. Wer Fashion aus Sri Lanka sucht, fährt mit den Stücken dort auf jeden Fall besser als mit Elefantenhosen und Palmensarongs.

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