Bali – ein Paradies für Digitale Nomaden?

Gestern gegen 19:00 Uhr hat der Weltspiegel über das Leben von Digitalen Nomaden berichtet. Die Reportage ist mit 7 Minuten leider nicht sehr lang, enthielt aber einige interessante Fakten und gab ein wenig Einsicht in das Leben der Digitalen Nomaden.

Ganz am Ende des Artikels habe ich euch das entsprechende Youtube Video eingebunden, damit ihr euch nicht umständlich mit der Mediathek der ARD herumschlagen müsst.

Der Digitale Nomade in Bali

Bali ist mittlerweile nicht mehr nur ein Urlaubsparadies, sondern auch ein beliebter Platz für Expats und Arbeitswillige. Es wird unter den digitalen Nomaden als Platz Nr. 1 gehandelt.

Bali bietet ein günstiges Leben. Wer eine Firma betreibt und in Berlin oder London lebt, hat nicht nur das schlechte Wetter und kalte Winter, sondern auch hohe Kosten. In Bali kann der digitale Nomade bereits mit knapp 1.000,- EUR pro Monat gut leben. Da sind dann schon der Wohnraum, Lebensmittel und ein schneller Internetzugang abgedeckt – ach ja, auch ein Motorroller ist da noch drin.

Man hat also nicht nur das Büro aus Bambus am Strand, sondern spart noch Geld. Und Geldnot kann für den Reisenden das Aus des Lebensstils bedeuten.

Verschiedene Co Working Spaces in Bali

Besonders beliebt unter den Nomaden ist Ubud. Mitten im Regenwald gelegen und nur ein paar Kilometer von den schönsten Sandstränden entfernt, bieten verschiedene Anbieter Arbeitsfläche zur Miete an. Dazu kommt, dass viele Hotels und Hostel Langzeitmieten anbieten. Dann lebt und arbeitet man dort, wo andere Urlaub machen.

Ein großer Vorteil der Co Working Plätze ist die dortige Crowd. Ihr braucht für euer Projekt einen Designer, Content Schreiber oder eine Programmiererin? Die könnten alle einen Tisch weiter sitzen und nur auf eure Anfrage warten. Auch sind die meisten digitalen Nomaden offen für Gespräche und Hilfestellungen. Erwartet aber nicht, dass jemand etwas kostenlos für euch ausarbeitet – sie alle leben den gleichen Traum und der kostet nun einmal Geld.

Outpost Co Working Space

Outpost Co Working Space ist wohl der bekannteste Anbieter in Ubud. Für knappe 200,- USD darf man einen ganzen Monat alle Annehmlihckeiten nutzen (inklusive Pool, etc.), bekommt Discount auf Yoga Klassen und weitere Benefits.

Auch bietet Outpost ein sogenanntes Co Living an. Ihr könnt große und luxuriöse drei Bettraum Villen für knappe 1.000,- USD im Monat mieten (dort ist dann auch das unlimited Paket für den Co Working Space inklusive).

Hier der Link: http://www.outpost-asia.com/

Hubud

Der zweite bekannte Anbieter in Ubud ist Hubud. Mit 275,- USD für das Gesamtpaket etwas teurer, dafür gibt es aber den Meeting Room und die private Skype Telefonzelle ohne Mehrkosten. Hubud bietet neben regelmäßigen Events (Money Matters, etc. – siehe Webseite) auchein Co Living an.

So wie ich das verstanden habe, wird hier mit Partnerhotels zusammen gearbeitet. Gut gefällt mir aber das beworbene Soft Landing Package, was für einen sanften Start sorgen soll. Dort bekommt ihr dann vom Flughafentransfer bis hin zu Lebensberatung alles geboten, was für euren Start in Bali notwendig ist.

Hier der Link: https://www.hubud.org

Behörden kooperieren mit den Digitalen Nomaden

Die Behörden in Bali und speziell in Ubud sehen die Probleme, welche die digitalen Nomaden mitbringen. Es sind keine einfachen Touristen mehr, sondern Fachkräfte, welche vor Ort arbeiten wollen.

Was für ein Visum vergibt man dafür? Wie behandeln man die Arbeitenden steuerrechtlich und vieles mehr. Vor Ort gibt es ein Problembewusstsein und der Bürgermeister in Ubud persönlich setzt sich sehr für die Nomaden ein, denn er sieht hier eine boomende Industrie und eine Perspektive für seine Stadt und sein Land.

Fazit

Bali erscheint mir ein guter Standort zu sein. Perfektes Wetter, perfekte Strände. Wilde Party am Abend und dann hart unter Palmen arbeiten. Klingt wie ein schöner Traum – der aber Wirklichkeit werden kann.

Bali und insbesondere Ubud stehen auf meiner Bucketlist, auch wenn ich noch kein digitaler Nomade bin und im Moment noch viel zu abhängig von meinem Job und Einkommen bin. Aber seht es so, selbst, wenn ihr scheitert, dann war es eben ein schöner und sehr langer Urlaub.

Martin

Ex-Polizist, gebürtiger Berlin und Vielflieger. Fernbeziehung auf der einen Seite und alleinerziehender Vater sein als Gegengewicht. Work Life Balance kenn ich nicht ;-) . Möchtegern Finanzexperte und Beginner auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Träumer und Ideenschmied. Immer unter Strom und schnell gelangweilt. Ansonsten aber ein recht netter Mensch.

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