Tag 11 & 12 – Zurück nach Dublin

Tag 11 &12 – Zurück nach Dublin

Die Zimmeraussicht im Dublin AirBnB

Auf dem Weg nach Dublin

Und da brach unser letzter Morgen auch schon an. Wir waren mega erschöpft und die Beine schmerzten mittlerweile so extrem, aber gut, das wussten wir vorher. Jetzt ging es also zurück nach Dublin.

Auf der einen Seite waren wir stolz und froh. Wir haben den Dingle Way „bezwungen“ und gute 130 Kilometer in diesen zehn Tagen zurückgelegt. Das war ein wunderschöner Wanderurlaub! Ehrlich gesagt denke ich noch sehr oft daran zurück. Aber dazu mehr im Fazit…

Zeit für unser Frühstück

Ein letztes Mal Lachs mit Rührei – oder Rührei mit Lachs. Nein, im Ernst. Das Frühstück war gut, aber nach zehn Tagen sehnt man sich nach Abwechslung. Wenn man fast jeden Morgen nur dasselbe zu essen bekommt, wird es einem schon langweilig. Mittlerweile (also fast ein halbes Jahr später) kann ich dann auch wieder Lachs essen.

Unsere Wanderrucksäcke waren ja bereits gepackt (lest hier nach, welche wir verwenden) und wir mussten nur noch die Trinkblase auffüllen. Immerhin stand uns eine vierstündige Busfahrt bevor. Und da sollte auch das Problem liegen.

Ihr erinnert euch sicher an den Tag der Abreise – also aus Dublin in Richtung County Kerry? Genau, das Busunternehmen hatte eine extreme Verspätung und so weiter. Da ich die Tickets vorgebucht hatte, konnten wir es nicht mehr wechseln. Der Rückweg war aber eine „One Stop Solution“ und wir hätten nicht umsteigen müssen. Was kann da schon schiefgehen?

Das Busunternehmen direkt aus der Hölle: Dublin Coach

Der Bus kam dieses Mal pünktlich und der Fahrer war nett. Wir bekamen einen geräumigen Platz am Ende des Busses, so konnte ich mich langmachen und Tina hatte einen Zweierersitz für sich alleine. Nach ungefähr zehn Minuten stieg uns ein äußerst unangenehmer Duft nach Bahnhofstoilette in die Nase und dieser sollte bis zum Ende anhalten.

Anscheinend wurde der Tank nicht geleert – seit Wochen oder so. Denn die Boardtoilette war so randvoll, dass es nicht mehr abfließen konnte. Ja, ekelig! Sehr, sehr ekelig. Deswegen gehe ich jetzt auch nicht weiter darauf ein. Tina hatte am Ende ihren Schal, getränkt in Parfüm, vor dem Mund.

Natürlich hatten wir Pech und gerieten in einige Staus, was unseren Boardaufenthalt um gute 1,5 Stunden verlängerte. Dafür kann natürlich das Unternehmen nichts, aber wenn die Umstände mies sind, sollte der Rest wenigstens passen. Irgendwie.

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Ankunft in Dublin

Ich hatte uns ein kleines AirBnB direkt am Hafen reserviert. Das Problem war nun, dass wir unseren Zeitplan nicht mehr einhalten konnten und der Besitzer leider auch nicht wirklich warten konnte. Wir entschieden uns dafür uns aufzusplitten. Tina rannte also los und holte unsere Koffer aus der ersten Unterkunft – wir hatten dort ja einen Koffer mit unserer Stadtkleidung hinterlegt. Wandern hat ja was mit Gewichtsreduzierung zu tun. Vor allem, wenn man selber schleppen muss.

Ich dagegen bin losgezogen, um die Ferienwohnung zu übernehmen. Dabei wurde ich dann letztendlich von Maria empfangen und nicht vom eigentlichen Besitzer. Nachdem sie mir die Wohnung gezeigt hatte, empfahl sie mir noch ein Restaurant direkt am Hafen.

Untergekommen sind wir in „The Waterside Apartments“, einer sehr modernen Wohnanlage direkt am Hafen. Der Bereich ist ziemlich hipp, dort wurde zum Beispiel Wassersport betrieben (Wakeboard Anlage!) und man sah einige Stand Up Paddler im Wasser. Dazu kommen schicke Restaurants und Bars um das gesamte Becken herum. Ein sehr schöner Teil Dublins – modern und nicht die typische Pubatmosphäre.

Ein Abendsnack oder mal richtig Glück gehabt

Erschöpft vom Trip und den Strapazen machten wir uns frisch und fertig für den Abend. Ich hatte im Vorfeld versucht bei einigen Restaurants zu reservieren, aber alle sehr guten Restaurants waren auf Monate (!!!) im Voraus ausgebucht.

Das von Maria empfohlene Restaurant Charlotte Quay erwies sich als richtiger Glücksgriff. Ohne Reservierung gab es einen Tisch. Wir hatten Wachteln mit leckeren Beilagen. Alles perfekt zubereitet und auch die Cocktails waren ein Traum. Wir waren zurück in der Zivilisation. Dennoch drehte sich der gesamte Abend lediglich um die Dingle Way Wanderung.

Mein Fazit zum Irland Urlaub

Vor unseren Augen ließen wir noch einmal die gesamte Strecke aufleben. Alle Höhen und alle Tiefen. Die ersten entspannten Meter; all die netten Menschen, welche wir kennenlernen durften und natürlich das erstaunliche gute Essen samt Guinness. Wir feierten unsere Erfolge und lachten über unsinnige Streitereien auf dem Weg.

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Würde ich es noch einmal machen?

Auf jeden Fall! Meine Füße schmerzten noch Tage danach. Mein Rücken ächzte wochenlang. Aber all das kann den Spaß und Erfolg nicht mindern. Wir haben wunderschöne Momente erlebt. Als wir den Mount Brandon erklommen haben zum Beispiel oder die langen Wanderungen an den Stränden entlang.

Wir sind bereits vor ca. einem Jahr auf der Weinstraße in Südtirol gewandert – im Vergleich aber nur sehr kurze Strecken. Der Dingle Way war unser erster richtiger Wanderurlaub. Das tägliche Laufen hat etwas Meditatives, Beruhigendes und zutiefst Entspannendes an sich. Es ist schwer zu beschreiben, aber man wird eins mit sich selbst. Der Atemrhythmus passt sich dem Laufrhythmus an. Man hat den Kopf frei und genießt einfach nur den Moment.

Etwas was uns in der modernen und hektischen Gesellschaft ein wenig verloren gegangen ist. Leider, würde ich sagen. Aber wir wollen ja nicht zu sehr ausschweifen, sondern hier beim Wandern bleiben. Lange Rede, kurzer Sinn: Wir gehen sicherlich bald wieder wandern!

Zurück in Rom

Nach einer wenig aufregenden Reise haben wir in Rom gleich einmal die Gelegenheit genutzt, und eine kleine Feier auf der Dachterrasse geschmissen. Immerhin mussten wir unseren Freunden ja von unseren Geschichten und Erlebnissen erzählen. Außerdem gab es noch ein paar neue Rezepte, die Tina unbedingt ausprobieren musste.

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Wie geht es jetzt weiter?

Die Artikelserie ist grundsätzlich mit diesem Beitrag abgeschlossen. Uns erreichten aber einige Fragen bezüglich der Unterkünfte und auch der Kosten. Wir werden also die Serie noch nicht abschließen und noch Informatives hinzufügen. Vermutlich machen wir dazu aber eigene Artikel a la „Unsere Unterkünfte auf dem Dingle Way“ oder „Die Gesamtkosten unseres Irland Wanderuraubs“. Mal sehen, wir haben da ein paar Ideen.

Martin

Ex-Polizist, gebürtiger Berlin und Vielflieger. Fernbeziehung auf der einen Seite und alleinerziehender Vater sein als Gegengewicht. Work Life Balance kenn ich nicht ;-) . Möchtegern Finanzexperte und Beginner auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Träumer und Ideenschmied. Immer unter Strom und schnell gelangweilt. Ansonsten aber ein recht netter Mensch.

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