ᐅ Anreise nach Auckland und Aufbruch in den Norden - Tag 01 & 02

Anreise nach Auckland und Aufbruch in den Norden – Tag 01 & 02


Tag 1 & 2 Anreise nach Auckland und Aufbruch in den Norden
- von Tina

Unser Neuseeland-Tagebuch - Endlich geht es los

Nach Monaten voller Planung, Recherche und Träumereien ging es für Tina am Heiligabend 2017 endlich los auf den heiß ersehnten Neuseeland-Trip. Viele Gedanken sind vorher in diese Reise geflossen. Es sollte unsere erste richtige Blogger-Reise sein. Ziel war es, neben der Erkundung dieses wunderschönen Landes, die Möglichkeiten des Digitalen Nomadentums auf einem Neuseeland-Roadtrip genauer zu betrachten. Wie schaffen wir es, auf unserem Trip unseren Blog, unsere anderen Projekte und natürlich das Reisen miteinander zu vereinen? Unsere Updates hierzu sind mehr oder weniger tagesaktuell - auch wenn ihr sie vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt gesammelt lest. 

Anreise aus Colombo - ein weiteres Businessclass-Schnäppchen

Wir wussten schon relativ früh im Jahr 2017, wann und wie lange es für uns nach Neuseeland gehen soll. Daher konnten wir langfristig nach den richtigen Flügen schauen und haben mal wieder zwei tolle Businessclass-Flüge zum mehr oder weniger Schnäppchenpreis gefunden. Für gerade einmal 1450,-€ ging es für Tina in der Businessclass von Emirates und Qantas von Colombo nach Singapore, dann weiter nach Sydney und schließlich nach Auckland.

Nach einem ausgiebigen Pack-Marathon mit Technik-Rucksack, Wanderausstattung, normalen Klamotten und Mitbringseln für meinen Bruder ging es am Heiligabend endlich los. Ich war ganz froh, dass der 18 Stunden Flug von Colombo nach Auckland auf drei Legs aufgeteilt war, da ich es lieber mag, mir zwischendrin mal die Beine zu vertreten. Jedoch wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass alle meine Flüge verspätet starten würden und ich über jeden Flughafen rennen müsste.

Los ging es in Colombo mit mehr als einer Stunde Verspätung. In Singapore hatte ich dann zwar trotzdem genügend Umsteigezeit, aber es hat den Aufenthalt trotzdem sehr kurz und stressig gemacht. Das war aber nichts im Vergleich zu Sydney, wo ich mit 40 Minuten Umsteigezeit nach einem verspäteten Abflug in Singapore einfach nur gerannt bin. Hier aber mal ein großes Lob an Qantas, die nicht nur den Anschlussflug nach Auckland für die verspäteten Passagiere aufgehalten haben, sondern auch sicherstellten, dass alle Taschen an Board sind.

Angenehme Ankunft in Auckland

Trotz allem Umsteigestresses kann ich aber echt nur froh sein, in der Businessclass nach Neuseeland gereist zu sein. Als mich mein Bruder am Flughafen in Auckland abgeholt hat, fühlte ich mich fit und ausgeruht. Das ist wahrscheinlich für viele nach einer Reise ans andere Ende der Welt nicht der Regelfall.

Für mich und meinen Bruder Alex ging es dann nach einem kurzen Frischmachen in seiner WG zum "Weihnachtsabendessen" - schließlich war der Erste Weihnachtsfeiertag. Irgendwie haben wir aber nicht so gut recherchiert und sind in einem mega-schäbig aussehenden indischen Restaurant gelandet. Als einzige Gäste. Aber das Essen war sehr authentisch (= scharf!!!) und lecker. Und die Reisekasse blieb auch ziemlich verschont. Alex hatte nämlich einen Groupon für das Restaurant. Das scheint sich in Neuseeland zum Essengehen ziemlich zu lohnen.

Aufbruch in den Norden

Nach einer relativ kurzen Nacht ging es für uns dann am nächsten Tag schon los auf unseren Mini-Roadtrip. Fünf Tage lang wollten wir den Nordteil der Nordinsel erkunden. Martin war ja schon mal für acht Wochen in Neuseeland und hat diesen Teil schon gesehen. Deshalb haben wir seine verspätete Ankunft genutzt, um gemeinsam Nordland zu erkunden.

Also machten wir uns direkt an meinem ersten richtigen Tag in Neuseeland auf Richtung Norden. Entlang der Westküste auf den Highways 1 und später 12 sollte der Waipoua Forest unser Tagesziel sein. Auf unserer Route wollten wir auf jeden Fall Kaure-Bäume sehen und zwar am besten richtig große. Also haben wir vorher natürlich kurz recherchiert, wo sich das Anhalten lohnen würde. Eigentlich aber war der Vorsatz, abgesehen von einem Übernachtungspunkt, unseren Mini-Roadtrip so spontan wie möglich zu gestalten.

Neuseeland macht Spontanietät möglich

Letztlich konnten wir aber feststellen, dass man in Neuseeland auch ohne große Planung losfahren kann, solange man sein Tagesziel einigermaßen festgelegt hat. Die Infrastruktur des Landes ist für Roadtripper einfach ausgezeichnet. Es gibt zu jeder kleinen Sehenswürdigkeit, zu jedem Bushwalk eine perfekte Ausschilderung und oft auch auch einen Parkplatz. Also haben mein Bruder Alex und ich uns dann einfach irgendwann entschlossen, immer spontan anzuhalten, wenn uns etwas anspricht

Erster Stopp - der Paparao Bush Track

Irgendwann haben wir also gemerkt, dass links und rechts der Route immer wieder interessante Ausschilderungen zu finden waren. So kam es, dass wir an unserem ersten Bush Walk, dem Paparazzo Bush Track gestoppt haben. Der Track wurde anscheinend vom lokalen Lions Club angelegt. Er führt in einem ca. 40-minütigen Spaziergang durch einen kleinen Kauri Wald und durch eine Sumpf-Landschaft. Der Großteil der Strecke geht über Waldwege, ein kleiner Teil auch über einen hölzernen Boardwalk. Der Weg eignet sich gut, um sich nach den ersten 90 Minuten Autofahrt nach Auckland mal die Beine zu vertreten, ist aber an sich nicht spektakulär. Die Kauri-Bäume (Kauris sind uralte neuseeländische Riesenbäume, ähnlich den Mammutbäumen in Kalifornien) sind im Vergleich zu denen, die man später noch sieht, eher klein. Aber es ein ruhiges und nettes Stückchen Wald, dass sich schnell erkunden lässt. Hier ein paar Eindrücke.

Nach einer kurzen Stärkung weiter zu den Kai Iwi Lakes

Für ein schnelles Mittagessen haben wir in Dargaville Halt gemacht. Dieses eher verschlafen wirkende Städtchen scheint zum großen Teil aus Restaurants für durchfahrende Touristen zu bestehen. Leider haben wir nicht bedacht, dass am zweiten Weihnachtsfeiertag vieles zu hat und so endeten wir mit einem Salat aus dem Supermarkt als Mittagessen. Das tat der Laune aber keinen Abbruch.

Von Dargeville ging es weiter zu den Kai Iwi Lakes. Diese dienen vor allem Kiwis als Wochenendziel und beeindrucken durch ihre feinen Sandstrände und das türkisblaue Wasser. Trotz eines fiesen Windes war das Wasser überraschend war. Wir waren aber trotzdem nicht überzeugt, uns bei 22 Grad zu den plantschenden Einheimischen zu gesellen und fuhren so nach einen kurzen Fotostopp weiter. 

Fotogen sind die Seen aber allemal. Gerade wenn die Sonne darauf scheint, erinnert einen der fast weiße Strand und der türkise See eher an die Seychellen als an Neuseeland. Seht selbst:

Riesenbäume im Trounson Kauri Park

Unsere ersten richtigen Kauris konnten wir dann endlich auf dem nächsten Stopp aufspüren: Im Trounston Kauri Park standen die stolzen Riesen mit teilweise mehr als drei Metern Stammumfang. Die Fotos werden dem Ganzen gar nicht gerecht, denn so ein Riesenbaum mit seinen 1200 Jahren lässt einen einfach nur staunen.

Der Trounston Kauri Park ist ein sehr schön angelegter Rundwanderweg auf einem Holzsteg. Eine Umrundung dauert ca. eine Dreiviertelstunde. Der Spaziergang ist nett angereichert mit einigen poetisch gestalteten Hinweistafeln zur lokalen Flora und Fauna.  

Das absolute Funkloch - der Waipoua Forest

Auf dem letzten Teil unserer Tagesreise ging es dann noch für 40 Minuten weiter gen Norden. Vom Trounson Park raus ging es erst einmal richtig steil den Berg hoch. Dieser Anstieg hat sich aber absolut gelohnt, denn auf der Strecke hat man plötzlich riesig weite Landschaften bis hin zur Westküste überblicken können. Ein atemberaubend schöner Anblick, leider gibt es aber auf der Straße nicht viele Haltemöglichkeiten. Umso mehr haben wir uns gefreut, als wir ein Schild mit der Aufschrift "Waipoua Forest Lookout" entdeckten. Auf einer nicht geteerten Schotterstraße ging es noch einmal ordentlich nach oben. Leider ließ der Ausblick durch die tiefhängenden Wolken ziemlich zu wünschen übrig. 

Schon am Anfang des Waipoua Forest ist uns der plötzlich fehlende Handyempfang aufgefallen. Da das auf der Strecke aber hin und wieder mal vorkam, haben wir uns nicht viel dabei gedacht. Ziemlich ernüchtert waren wir daher dann, als wir merken mussten, dass unser Campingplatz für die Nacht leider auch keinerlei Handy- oder WLAN-Empfang hatte. Darauf muss man anscheinend vorbereitet sein, wenn man in Neuseeland einen Roadtrip macht.

Leider hat mir also auch unser kleines Skyroam-Device nicht geholfen, diesen Blogbeitrag wie geplant am Abend einzustellen. Stattdessen haben wir es uns eben mit Nudeln, Bier und guten Büchern auf dem Campingplatz am Ende der Welt gemütlich gemacht. 

  • Waipoua Forest Camping Area
  • Unbedingt jede Öffnung am Camper mit Moskitonetzen schützen
  • In Dargaville gibt es eine große Auswahl an Restaurants für ein schnelles Mittagessen, unter anderem auch zwei Thais

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Tina

Reisefan, Möchtegern-Travelhacker und seit acht Jahren Expat in verschiedenen asiatischen Ländern. Ein dauerhaftes Leben in Deutschland kann ich mir momentan gar nicht mehr vorstellen, aber es wäre gelogen, zu sagen, dass mir Döner und Currywurst nicht fehlen. Der große Schritt, die Festanstellung hinter mir zu lassen und mich vollends ins digitale Nomadentum zu stürzen, steht mir noch bevor, daher freue ich mich, gemeinsam mit unseren Lesern neue Möglichkeiten zu entdecken.

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