ᐅ Eine lang ersehnte Ankunft und weiter nach Coromandel- Tag 05 & 06

Eine lang ersehnte Ankunft und weiter nach Coromandel – Tag 5 & 6


Tag 5 & 6: Eine lang ersehnte Ankunft und weiter nach Coromandel
- von Tina & Martin

Martin: Endlich in Auckland ankommen

Endlich, nach 45 Stunden Anreise, kam ich in Auckland an und Tina und ihr Bruder konnten mich am Flughafen abholen. Die Anreise war für mich nicht ganz ohne Strapazen, denn ich flog von Mailand ab. Dorthin musste ich also erst einmal mit dem Zug von Rom. Um nicht unter Zeitdruck zu geraten, reiste ich die Nacht vor Abflug an und verbrachte die Nacht im M2M Hotel, zentral in Mailand gelegen.

Das geplante Sightseeing in Mailand musste ich leider abblasen. Es regnete am Abend wie aus Eimern und ohnehin schon angeschlagen von einer Erkältung wollte ich nicht riskieren, richtig krank zu werden. Ein Gin-Cocktail in einer Bar musste daher ausreichen und dann ging es ganz brav ins Bett.

Am nächsten Tag stand das erste Leg des Fluges an. Mit Thai Airways ging es nach Bangkok. Ich hatte Glück und konnte dank eines Schnäppchenpreises in der Businessclass fliegen. Ich war auch einigermaßen zufrieden, denke aber, dass Thai bei Weitem nicht an Emirates oder Qatar heranreicht.

In Bangkok hatte ich dank 12 Stunden Aufenthalt die Gelegenheit, ein wenig von der Stadt zu sehen. Das ganz große Sightseeing habe ich aber übersprungen und habe mir stattdessen eine zweistündige Fußmassage gegönnt - Prioritäten 😉 Danach arbeitete ich im Co-Working Space The Hive für ein paar Stunden am Laptop, bevor es dann endlich zum letzten Flug nach Auckland ging.

Tina: Endlich Martin und Camper in Empfang nehmen

Das lange Warten hatte zum Glück nun ein Ende und Martin und ich konnten unsere große Neuseeland-Reise gemeinsam antreten. Wobei wir uns über die letzten zwei Tage nicht beschweren wollen. Denn wir haben ein absolutes Luxus-Couchsurfing gemacht. In Matapouri verbrachten wir zwei Tage bei Leah & Paul, zwei sehr gastfreundliche Kiwis, welche sich ihr kleines Wochenendparadies erschaffen haben. Komplett mit Outdoor-Küche, Outdoor-Dusche und einem tollen Whirlpool mit atemberaubenden Blick über die Küste.

Nach der Abholung von Martin am Flughafen machten wir uns auf, unseren Camper in Empfang zu nehmen. Wir waren sehr aufgeregt, denn der Camper macht auf den Bildern von BANZ travelcars einen echt tollen Eindruck.

Unser Camper von Kurt

Und wir sollten nicht enttäuscht werden. Kurt, der Inhaber von BANZ travelcars erklärte uns in seiner gemütlichen Schweizer Art ganz genau, wie unser gutes Stück funktioniert und was es alles Tolles kann. 

Ich muss sagen, wir haben echt einen tollen Camper bekommen. Die Inneneinrichtung ist brandneu und klug designt. Vergeblich sucht man nach schrillen 90er Jahre Mustern oder muffigen Funier-Schränken. Ein schöner Mix aus hellem Holz und dunklen Vorhängen lässt das Ganze richtig edel wirken. Zu unserem Camper teilen wir aber noch einen eigenen Artikel mit euch.

Die große Fahrt kann losgehen

Ich muss sagen, ich bewunderte Martin, dass er nach einer 45-stündigen Anreise noch das Steuer in die Hand nahm und die erste Fahrt übernahm. Allerdings hat sich während der Fahrt schon ganz schöne Müdigkeit bei ihm breit gemacht. Aus seinen Zeiten als Polizist ist er aber noch gut dran gewöhnt, auch müde noch voll einsatzbereit zu sein und so mussten wir zum Glück nicht mitten auf einer Serpentinenstraße in den Bergen tauschen.

Der Camper ringt mir von seiner Größe her nämlich noch ganz schön Respekt ab. Er ist ziemlich breit und die Höhe bietet dem in Neuseeland fast immer allgegenwärtigen Wind eine recht große Angriffsfläche.

Nach der Einführung ins Fahrzeug sowie der Abklärung der Formalien wie Vertrag und Bezahlung konnte es losgehen. Unser erster Tagesstopp sollte auf der Coromandel Halbinsel liegen. Wir haben uns aber nichts Konkreteres ausgesucht, sondern wollten, ganz im Camper-Stil, spontan anhalten, wenn wir müde wurden. Dass dies nicht immer die beste Idee ist, werdet ihr später sehen.

Die Coromandel Halbinsel ruft

Nach circa zwei Stunden Fahrt erreichten wir Coromandel. Die kleine Stadt hat an sich nicht sehr viel zu bieten, aber der Weg dorthin ist einfach atemberaubend. Man fährt die ganze Zeit an der Küste entlang, mal mehr oder weniger hoch. Teilweise hat das bei mir für ganz schön zittrige Knie gesorgt, denn die Straße ist eng und wir kannten wie gesagt die Dimension unseres Campers noch nicht so ganz.

Von den vielen Aussichtspunkten auf der Strecke entlang der Westküste der Halbinsel konnte man sehen wie schön dicht bewaldet die Gegend ist. Das in Kombination mit den schön bewachsenen Felsküsten und den einsamen Stränden ist wirklich ein toller Anblick. 

So machten wir unterwegs auch zwei Stopps für ein paar Fotos und für den ersten Drohnenflug in Neuseeland. Drohnenflüge sind zum Glück in Neuseeland super easy. Wie mit den meisten Sachen in Neuseeland gilt, wenn es nicht verboten ist, ist es erlaubt. Abgesehen natürlich von Gebieten um Flughäfen und in größeren Städten. Einzig beim Überflug von Privatgrundstücken und -personen braucht man deren explizite Erlaubnis. 

So konnten wir also einen hoch gelegenen Aussichtspunkt für unseren ersten Flug nutzen und einige spektakuläre Aufnahmen machen. Martin stellt sicher bald ein Video damit zusammen und wir teilen das dann natürlich mit euch. 

Ausblick entlang der Strecke

Mal wieder kein Schlafplatz für uns

So toll Spontaneität beim Campen ist, so sehr haben wir uns schon wieder ein bisschen über uns selbst geärgert, dass wir nicht über einen Schlafplatz nachgedacht haben. Denn wenig überraschend waren am Silvester-Wochenende in einem der beliebtesten Urlaubsgebiete Neuseeland alle Campingplätze voll. Zwar haben wir einen Van mit Self Containment-Certificate, allerdings sind Plätze, an denen Freedom Camping erlaubt ist, auf der Cordmandel-Halbinsel rar. Nach also eineinhalb Stunden mehr als wir eigentlich geplant haben, haben wir endlich einen Campingplatz gefunden, der noch zwei Plätze für uns hatte.

Ausblick vom Campingplatz

Am Self Containment-Certificate ist übrigens toll, dass es mit einer expliziten Personenzahl ausgestellt wird. Unseres beispielsweise bescheinigt, dass mit unserem Van vier Personen frei campen dürfen. Dies ist nicht auf unser Auto beschränkt. Mein Bruder, mit seinem Auto ohne Zertifikat, darf daher jederzeit mit uns mit frei campen, da er von der Personenzahl abgedeckt ist.

Über die Vorteile eines Self Contained Certificates machen wir uns bald in einem eigenen Blog-Artikel Gedanken. Erst einmal sammeln wir selbst Erfahrungen, ob wir Freedom Camping überhaupt nutzen und wie es uns gefällt.

  • Couchsurfing bei Leah & Paul in Matapouri; Colville Bay Motel and Campground
  • Mückenschutz auf der gesamten Halbinsel; wer unbedingt eine powered site für sein Fahrzeug braucht, sollte vorab buchen
  • esst nicht im Carl's Junior ($$$), es lohnt sich wirklich nicht. Teuer für das was man bekommt - billiger Fastfood Fraß.$$$$

Alle unsere Neuseeland Artikel:

Tina

Reisefan, Möchtegern-Travelhacker und seit acht Jahren Expat in verschiedenen asiatischen Ländern. Ein dauerhaftes Leben in Deutschland kann ich mir momentan gar nicht mehr vorstellen, aber es wäre gelogen, zu sagen, dass mir Döner und Currywurst nicht fehlen. Der große Schritt, die Festanstellung hinter mir zu lassen und mich vollends ins digitale Nomadentum zu stürzen, steht mir noch bevor, daher freue ich mich, gemeinsam mit unseren Lesern neue Möglichkeiten zu entdecken.

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