ᐅ Wein, Sonne und gute Stimmung auf der Südinsel

Wein, Sonne und gute Stimmung auf der Südinsel – Tag 16 & 17


Wein, Sonne und gute Stimmung auf der Südinsel
- von Tina

Wein, Sonne und gute Stimmung auf der Südinsel

Aufwachen am Strand - eine schöne Überraschung

Nach unserer nächtlichen Ankunft auf dem Freedom Camping Platz an der Wairau Diversion haben wir erst einmal wie die Babies geschlafen. Die 24 Stunden in Wellington und die Überfahrt auf die Südinsel saßen uns doch wohl mehr in den Knochen, als wir erwartet hätten. Umso größer war die Freude, als wir beim Aufwachen bemerkten, dass ein schöner und einsamer Strand gerade einmal 100 Meter von uns entfernt war.

Auf dem Weg nach Blenheim

Also begannen wir unseren Morgen erst einmal mit einem schönen Strandspaziergang und läuteten so, ohne es zu wissen, unseren letzten sonnigen Tag für eine ganze Weile ein. Wie immer hatten wir noch nichts groß geplant. Aber als wir auf der Karte sahen, dass einige der besten Weingüter Neuseelands nur einen Katzensprung von uns entfernt lagen, war schnell klar, wie wir den Tag verbringen würden.

Der Morgen in Blenheim

Flugs organisierten wir uns also einen Campingplatz mit Fahrradverleih in der Nähe der Weingüter und fuhren dann ins nahe Blenheim, um noch einige Besorgungen zu erledigen und ein wenig in einem Café zu arbeiten. Dort erhielten wir leider einen nicht so erfreulichen Anruf: Der Campingplatzbetreiber informierte uns, dass nur noch ein Fahrrad verfügbar war. Wir brauchten natürlich zwei, außer ich wäre bei Martin auf dem Gepäckträger gefahren 😉

Eine Lösung musste also her und wie der Zufall es so will, sind wir just in diesem Moment an einem Fahrradverleih vorbeigelaufen. Ich muss sagen, so schnell und unkompliziert habe ich noch nie irgendwas gemietet. Insgesamt waren wir vielleicht drei Minuten in dem Laden und verließen ihn dann mit einem super Fahrrad für Martin. Die Fahrradmiete für 24 Stunden betrug lediglich 25 NZD.

Radeln im Wein

Anschließend machten wir uns auf zum Campingplatz, wo wir zunächst einmal in aller Ruhe Wäsche gewaschen und den Camper aufgeräumt haben. Das in aller Ruhe betone ich so, weil wir dann ziemlich schockiert waren, als wir uns auf zum ersten Weingut machen wollten und feststellten, dass dies in ca. 45 Minuten schließen sollte. Das ist etwas, woran wir uns absolut nicht gewöhnt haben in der Zeit in Neuseeland: die frühen Ladenschlusszeiten. Zwar hat alles sieben Tage die Woche auf, aber oft nur bis 16 oder maximal 18 Uhr. Bei einem Weingut waren wir aber schon besonders geschockt. Wer geht unter der Woche bitte zwischen 10 Uhr und 16 Uhr auf ein Weingut?!

Radeln wie der Wind

Wir wollten aber am nächsten Morgen weiter und so hatten wir keine Wahl, als wie der Wind zur Weinverkostung zu radeln. So schnell haben wir beide noch nie 8 Kilometer auf einem Fahrrad hinter uns gebracht. Zehn Minuten vor Ladenschluss kamen wir tatsächlich noch im Cloudy Bay Wine Estate an. Ausgesucht hatten wir dieses auf die Empfehlung eines Kollegen hin, der meinte, Cloudy Bay hätte einen der besten Sauvignon Blancs der Welt.

Weinverkostung in Cloudy Bay

Wir bestellten die Weinverkostung für uns beide und nahmen auf der echt schönen Terrasse des Weinguts Platz. Der Wein war echt gut, aber für uns beide nicht der Beste, den wir je hatten. Trotzdem genossen wir jede MInute, denn wir mögen Weinverkostungen auf Weingütern sehr, schon in Südafrika haben wir ein Franschhoek einen ganzen Tag damit verbracht. Damals sagten wir uns schon, wie schön es wäre, Fahrräder und ein bisschen mehr Zeit zu haben. Die Fahrräder hatten wir jetzt, aber leider nicht so viel Zeit.

Schöne Stunden in den Weinbergen

Die wenige Zeit, die wir hatten nutzten wir dafür aber in vollen Zügen. Wir fuhren zwischen den Weinstöcken Fahrrad, sind ein wenig darin umherspaziert und hatten ein tollen Abendessen auf einem Weingut. Einzig der Weg nach Hause zog sich dann durch den Gegenwind ganz schön. Aber dafür waren wir bei der Ankunft wieder nüchtern.

Wir würden jedem empfehlen, sich in der Marlborough Region ein oder zwei Tage Zeit zu nehmen. Nicht nur, weil der Wein gut ist und man wirklich viele Möglichkeiten zu Verkostungen hat, sondern auch, weil das Wetter dort meistens gut sein soll und sich das wirklich spürbar in der Stimmung der Menschen dort niederschlägt.

Schöne Stunden im Weingebiet

Übrigens war ein Highlight des Nachmittages für mich nicht nur der Wein und die tolle Landschaft, sondern ein absolut goldiger Bildband über die „Wine Dogs New Zealand“ - ein Buch mit Fotografien der Hunde der verschiedenen Weingüter. Nicht nur waren die Fotos absolut putzig, auch gab es zu jedem Hund einen Steckbrief mit Lieblingsspielzeug, schlimmsten „Vergehen“ und dem Lieblingsessen. Sicher ein einmaliges Geschenk für jeden Hunde- und Weinliebhaber.

Auf zur Westküste, auf in die Schlechtwetterfront

Der nächste Tag hat uns erst einmal eine Weisheit wieder absolut bewiesen: Wenn Du das Universum zum Lachen bringen willst, erzähle ihm von Deinen Plänen 😉 Wir wollten an die Westküste der Südinsel, genauer gesagt nach Westport. Eigentlich sollte das knapp drei Stunden dauern, wir hatten zwar nichts mehr großes vor, aber wir wollten eigentlich am frühen Nachmittag ankommen.

Leider fand aber knapp 250 Meter vor uns ein Unfall statt, bei dem ein mit Kies beladener LKW umgekippt ist. Dem Fahrer ist glücklicherweise nichts passiert, aber die Räumungsarbeiten sollten zweieinhalb bis drei Stunden in Anspruch nehmen. Zum Glück haben wir ungefähr eine Viertelstunden vor dem Unfall schon alle unsere Drohen- und Fotoaufnahmen von der absolut tollen Landschaft im Kasten gehabt. Denn als wären sieben Stunden auf der Straße nicht schon schlimm genug, zog auch pünktlich zur Weiterfahrt eine Schlechtwetterfront auf. Und zwar eine große…

Als wir endlich am frühen Abend auf unserem Freedom Camping Platz am Westport North Beach ankamen, waren wir noch guter Dinge, dass morgen wieder gutes Wetter auf uns warten würde. Wenig wussten wir, dass wir die Sonne die nächsten fünf Tage nicht mehr sehen würden. Und so schliefen wir nach diesem auch schon wieder recht anstrengendem Tag mit großen Plänen für den frühen Morgen ein. Dazu dann aber mehr im nächsten Artikel.

Laufen in den Stau
Tina

Reisefan, Möchtegern-Travelhacker und seit neun Jahren Expat in verschiedenen asiatischen Ländern. Ein dauerhaftes Leben in Deutschland kann ich mir momentan gar nicht mehr vorstellen, aber es wäre gelogen, zu sagen, dass mir Döner und Currywurst nicht fehlen. Der große Schritt, die Festanstellung hinter mir zu lassen und mich vollends ins digitale Nomadentum zu stürzen, steht mir noch bevor, daher freue ich mich, gemeinsam mit unseren Lesern neue Möglichkeiten zu entdecken.

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