Packliste für den Wanderurlaub – die „männliche“ Version

Männliche Packliste zum Wanderurlaub

Männliche Packliste zum Wanderurlaub

Da Tina ja schon über ihre Packliste zum Wandern gesprochen hat, folgt nun mein Beitrag zum Thema. Naturgemäß sieht meine Packliste an einigen Stellen recht unterschiedlich aus, erfüllt aber ihren Zweck für den Wanderurlaub.

Mein Equipment

Auf unserer Wandertour in Irland bin ich mit meinem Vaude Rucksack* gestartet. Diesen hatte ich mir eigentlich für meine Zeit in Nepal gekauft. Dort hat er mir unter anderem während der beiden schweren Erdbeben im Jahr 2015 gute Dienste geleistet, wurde aber auf Grund meines damals gepflegten Lebensstils eigentlich nie herausgeholt.

Wanderrucksäcke Vergleich und Test

Entsprechend eingestaubt war er dann auch. Aber immer noch gut in Schuss – was bei weniger Abnutzung auch zu erwarten sein sollte. Ich schreibe demnächst einen ausführlichen Artikel über Wanderrucksäcke, denn das ist ein recht komplexes Thema.

Zusätzlich zum Rucksack habe ich mir eine 2,5 Liter Trinkblase mit Schlauch* gekauft. Als Ex-Polizist habe ich gerne die Hände frei und möchte nicht andauernd anhalten, nur weil ich etwas trinken möchte. Sprich mein Plan war es, die Blase am Rucksack zu befestigen und den Trinkschlauch über den Schultergurt nach vorne zu führen. Das hat auch wunderbar funktioniert. Dafür habe ich einfach zwei günstige Karabiner aus dem Baumarkt genommen und die Verschlussgurte des Rucksacks über Kreuz an der Blase vorbeigeführt.

So konnten wir beide beim Wandern einfach trinken und mussten nicht anhalten oder eine Trinkflasche irgendwo baumeln lassen.

Meine Bekleidung

Meine gesamte Bekleidung habe ich mir frisch im Decathlon hier in Rom gekauft – ein paar Erfahrungen habe ich dabei jedenfalls gemacht. Mit ein wenig nachbessern passt es dann aber auch für den nächsten Wanderurlaub.

Wichtigste Lehre aus der Kleiderbeschaffung: Decathlon ist ein geeigneter Ort um ein vier-jähriges Mädchen leicht zu verlieren. 😀 Meine Tochter war nämlich super begeistert von den ganzen unbekannten Sachen und ging erst einmal auf Erkundungstour.

Zwei Funktionsshirts – mein Plan war es immer, das Getragene am Abend zu waschen, was leider nicht richtig aufging. An besonders anstrengenden Tagen musste ich zwischendurch das Shirt wechseln und da hat sich dann die günstige Qualität bemerkbar gemacht. Die Shirts wollten nicht wirklich trocknen. Mein Fazit hierzu ist, lieber drei oder vier Shirts mitnehmen und anstelle von 3,99 EUR ruhig 9,99 EUR ausgeben.

Zwei Trekkinghosen – eine kurze Hose und eine lange Hose. Die günstigsten Varianten waren hierbei vollkommen ausreichend. Sehr schnell trocknend, leicht und windfest sind ausschlaggebend.

Trekkingsocken – drei Paar habe ich mitgenommen und das war auch ausreichend. Zwei Paar für die kurze Hose und eines für die lange. Ich habe hier Wert auf eine entsprechende Polsterung gelegt.

Wanderschuhe – achtet hier unbedingt auf einen guten Sitz und probiert sie lange im Laden aus. Lasst etwas Platz vorne, damit es beim bergab gehen nicht blaue Zehen gibt. Eine gute Sohle und ein angenehmes Laufgefühl sind mir wichtig gewesen. Ich habe mich für leichte Schuhe mit Netz entschieden, denn der Großteil der Strecken war im Flachland geplant.

Unterhosen – hier habe ich den Fehler gemacht und auf Standardunterwäsche von H&M gesetzt. Für den nächsten Wanderurlaub kaufe ich mir entsprechende Trekkingunterwäsche, damit ich mir eben nicht den berüchtigten „Wolf“ laufe, weil es an unpassenden Stellen scheuert. 

Schlauchschal* – den habe ich mir für windige Tage gekauft und das war eine ausgezeichnete Idee. Auf unserem Wanderurlaub in Irland hatte ich nicht nur mit windigen Tagen, sondern auch mit langen und sonnigen Tagen zu kämpfen. Der Schal hat mich also nicht nur vor dem Wind geschützt, sondern auch meine Haut vor der brennenden Sonne. Und das in Irland… glaubt mir doch eh keiner.

Windbreaker – eine Weste hat mir hier ausgereicht. Wichtig waren mir Taschen zum Transport von Dingen. Da kommen wieder die „freien Hände“ ins Spiel.

Pullover – für die kühlen Abende habe ich dann noch zwei Pullover mitgenommen, damit der Zwiebellook abgerundet werden konnte. Nachts wurde es dann eben doch noch recht kühl und da kam mir der Fleece gerade recht.

Regenponcho – ein einfacher und leichter aus Plastik hat mir ausgereicht, aber wir hatten auch das Glück einer 100% regenfreien Wanderung.

Sobald man mit unterschiedlichen Wetterbedingungen konfrontiert wird, bedarf es etwas mehr Kleidung. Insgesamt lag ich mit aller Kleidung aber unter 2,5 kg, so dass ich noch genug Platz im Rucksack und für die tägliche Wasserration hatte.

Meine Gadgets

Hygienebeutel mit Zahnpaste, Zahnbürste und ein wenig Kleinkram.

Powerbank, um mein Smartphone zu laden. Da ich keinen Laptop bei hatte, war ich am Abend auf das Mobiltelefon angewiesen (Reservierungen, Reiseroute etc.). Nicht jedes B&B hatte Steckdosen, welche mit den deutschen Anschlüssen kompatibel waren bzw. in der sich der deutsche Stecker einstöpseln ließ.

Lesestoff – Tina hatte mir kurz vorher eines meiner Lieblingsbücher geschenkt. Wirklich zum Lesen bin ich aber mit der Erschöpfung gar nicht gekommen.

Ein Reisespiel für die Busfahrt und lange Abende. Gespielt haben wir aber nur einmal.

Blasenpflaster für die geschundenen Füße und andere wunde Stellen.

Kabelbinder und etwas Nähzeug zum Flicken von Ausrüstungsgegenständen. Das war zum Glück nicht notwendig, aber lieber Vorsorgen als hinterher weinen.

Fazit zur Packliste

Ich habe eine coole Packliste als PDF von Deuter gefunden. Leider zu spät, aber vielleicht hilft sie Euch ja?

Ich bin definitiv mit weniger Zeugs als Tina ausgekommen, was sich im Gesamtgewicht meines Rucksacks bemerkbar gemacht hatte. Dafür hatte ich dann aber auch zum Beispiel zu wenig Shirts und musste den einen oder anderen Tag in nasser Kleidung laufen.

Mit ein wenig Anpassung sollte ich aber auch für den nächsten Wanderurlaub gewappnet sein.

Was meint Ihr, könnte ich noch so gebrauchen? Was nehmt Ihr auf Euren Wanderurlaub so mit?

Hier noch ein Video zu der oben genannten Deuter Liste:

 


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Martin

Ex-Polizist, gebürtiger Berlin und Vielflieger. Fernbeziehung auf der einen Seite und alleinerziehender Vater sein als Gegengewicht. Work Life Balance kenn ich nicht ;-) . Möchtegern Finanzexperte und Beginner auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Träumer und Ideenschmied. Immer unter Strom und schnell gelangweilt. Ansonsten aber ein recht netter Mensch.

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